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Erstes Treffen mit den Medizinern

Vergangenen Donnerstag war es nun soweit: Wir vom Tweedback-Projekt haben uns mit unserer derzeit wichtigsten Interessengruppe getroffen: den Medizinern. Trotz enger Zeitpläne bei allen Beteiligten konnten es schlussendlich Prof. Füllen, Prof. Noack und Prof. Mittlmeier sowie Toni Hänsel von der Fachschaft einrichten, sich mit uns im Hörsaal der inneren Medizin zu treffen.

Hörsaal innere Medizin

Hörsaal innere Medizin

Dieser Ort bot sich als Treffpunkt an, da wir dort die Möglichkeit hatten, bereits erste Funktionen von Tweedback in realer Umgebung vorzustellen. Wir präsentierten zunächst den derzeitigen Stand der Benutzeroberfläche – je nachdem ob man sich als Student oder als Dozent auf dem System anmeldet – und stellten anschließend die geplanten und bereits realisierten Funktionen von Tweedback vor (mehr dazu in einem späteren Post).

Screenshot Tweedback (Alpha Version)

Screenshot Tweedback (Alpha Version)

Der eigentliche Grund des Treffens mit den Medizinern war aber ein anderer. Im Zuge der intensiven Arbeit an einem Projekt neigt man ja manchmal dazu betriebsblind zu werden und die relevanten Dinge aus den Augen zu verlieren. Daher entschieden wir recht schnell, uns so früh wie möglich mit denjenigen zu treffen, die später das Tweedback-System einsetzen und nutzen sollen, um deren Ideen, Wünsche und Kritik gegebenenfalls in die Entwicklung einfließen zu lassen.

Dieser Austausch war dann im Endeffekt auch das wirklich spannende an unserem Treffen. Die Mediziner, konnten sich zwar prinzipiell sehr schnell für das Projekt begeistern, sparten aber dennoch nicht mit Kritik oder Erweiterungswünschen. Die Diskussion über den Sinn und die Gefahren des Einsatzes von Tweedback erübrigte sich recht schnell, da es einerseits jedem Dozenten freigestellt sein wird, ob und wenn ja welche Funktionen er von Tweedback nutzen will. Andererseits wird sich Praktikabilität des Systems vermutlich erst wirklich im direkten Einsatz untersuchen lassen. Erst dann wird sich zeigen, ob es die Aufmerksamkeit von Studenten erhöht oder senkt, ob es den Lerneffekt in Vorlesungen steigert und Studenten tatsächlich zur Einflussnahme in massereichen Veranstaltungen befähigt.

Hilfreich und erfreulich war darüber hinaus auch die signalisierte Bereitschaft von Prof. Mittlmeier im Sommersemester sowie von Prof. Füllen im Wintersemester an ersten Testläufen unter „realen Bedingungen“ zur Verfügung zu stehen. Wir werden also zeitnahe die Möglichkeit haben, den Einsatz von Tweedback in echten Großvorlesungen zu testen.

Sehr interessant war außerdem die Ideen von Prof. Noack, das Tweedback-System auf irgendeine Art und Weise (die noch gefunden werden muss) mit den Folien der Vorlesungen zu verknüpfen. So wäre es einerseits für die Studenten möglich die Folien zu kommentieren – bspw. um auf ungünstige Beispiele hinzuweisen, oder auch um wichtige Folien hervorzuheben – andererseits könnte der Dozent, sofern eine Verknüpfung von Vorlesungsfolien und Tweedback gelingt, genau sehen, bei welcher Folie Fragen im Auditorium aufgekommen sind, bzw.  wann es die größten Unklarheiten gab. Ob eine solche Funktion wirklich umgesetzt werden kann und unter realen Bedingungen auch praktisch und einfach zu bedienen ist, wird aber noch untersucht werden müssen.

Wie man sieht, war dieses Treffen sehr ergiebig für uns. Es wurden wichtige Fragen aufgeworfen, interessante Ideen entwickelt und erste Absprachen für Testläufe vereinbar. Wir möchten uns daher an dieser Stelle noch einmal bei allen Teilnehmern bedanken.